Die Lösung des Messproblems

Das auf der Seite „Warum es nicht nur die materielle Welt gibt“ vorgestellte Grundprinzip löst nicht nur das Rätsel der Feinabstimmung der Naturkonstanten, es löst auch das Messproblem.

Hier nochmals das Grundprinzip: Alle Ereignisse werden in der überall vorhandenen inneren Welt als reine Information archiviert und die Information über alle passenden Ereignisse aus der Vergangenheit taucht bei jedem neuen Ereignis aus der inneren Welt auf und überlagert sich dem neuen Ereignis.

Fragen wir uns zunächst, warum es eigentlich die Superpositionszustände gibt. Tatsächlich kann die Quantenphysik die Superpositionszustände nur beschreiben. Sie kann nicht erklären, warum es sie gibt. Wie Sie jetzt sehen werden, liefert das obige Grundprinzip die Erklärung für die Superpositionszustände und die Erklärung löst das Messproblem.

Betrachten wir hierzu die Wasserstoffatome. Jede Neubildung eines Wasserstoffatoms stellt ein Ereignis dar. Es wird daher die Information über das neue Wasserstoffatom in der inneren Welt archiviert. Diese archivierte Information kann man als das Abbild des neu gebildeten Wasserstoffatoms betrachten. In der inneren Welt befindet sich also eine unermessliche Zahl von Abbildern von Wasserstoffatomen. Nämlich die Abbilder aller Wasserstoffatome, die sich bislang in der materiellen Welt neu gebildet haben. Das entspricht natürlich genau der Zahl der Wasserstoffatome, die es in der materiellen Welt gibt bzw. gegeben hat.

Wenn sich ein Wasserstoffatom neu bildet, dann passiert zweierlei. Erstens wird, wie beschrieben, ein Abbild von ihm in der inneren Welt erzeugt. Es passiert aber gemäß des obigen Grundprinzips noch mehr. Denn alle in der inneren Welt bereits vorhandenen Abbilder von Wasserstoffatomen passen zum sich neu bildenden Wasserstoffatom. Sie werden daher ausgelesen. Oder anders ausgedrückt: Sie tauchen beim sich neu bildenden Wasserstoffatom auf. Es sind diese auftauchenden Abbilder, die seine Superpositionszustände erzeugen. Die Superpositionszustände gibt es also deshalb, weil jedes Wasserstoffatom eine Überlagerung aus allen Wasserstoffatomen darstellt, die es in der materiellen Welt gibt bzw. gegeben hat.

Das gleiche Prinzip gilt natürlich auch für alle anderen Atome und Moleküle. Und auch für alle großen Objekte. Allerdings führt das zu anderen Superpositionszuständen als bei der herkömmlichen Quantenphysik. Sie enthalten nämlich nur diejenigen Zustände, die es bereits irgendwo, irgendwann in der materiellen Welt gegeben hat. Und die natürlich passen müssen. Bei allen Atomen und Molekülen macht das heute keinen messbaren Unterschied mehr. Das ist sehr wichtig, denn bei allen Atomen und Molekülen stimmt die herkömmliche Quantenphysik sehr gut mit der Realität überein. Je größer aber ein Objekt, desto größer die Unterschiede in den Superpositionszuständen. Das ist kein Nachteil, sondern es löst, wie ich jetzt erläutern werde, das Messproblem.

Beobachtet man ein Atom oder Molekül mittels eines Messgerätes, dann sollte sich das Messgerät gemäß der herkömmlichen Quantenphysik auch in einem Superpositionszustand befinden. Das tut es aber nicht und das ist das Messproblem. Bislang konnte keine wirklich plausible Lösung präsentiert werden. Die Erklärung der Superpositionszustände mittels des obigen Grundprinzips löst das Messproblem auf sehr einfache Art und Weise. Denn Messgeräte sind stets einmalig im Universum. Daher enthält die innere Welt keine passenden Abbilder. Was bedeutet, dass Messgeräte sich nie in Superpositionszuständen befinden können. Das gilt natürlich auch für alle anderen großen Objekte um uns herum. Darum merken wir nichts von der seltsamen Quantenwelt.